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Jugend ade! |
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LIEGEN LERNEN |
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Aber keine Angst, Hendrik Handloegtens Verfilmung des Romans von Frank Goosen ist, ebenso wie das Buch, kein larmoyantes Lehrstück, sondern die für uns vergnügliche Bestandsaufnahme eines Mannes mit etwas über dreißig Jahren, über den im Roman gesagt wird: »Sein Leben als verantwortungsloses, bindungsunfähiges, triebhaftes Arschloch war definitiv an einem Tiefpunkt angekommen.« Zu dieser Erkenntnis kommt er, als er volltrunken zu früher Stunde vor einer Kneipe in eine Pfütze stürzt. In einer Rückblende erzählen Buch und Film, wie es dazu kam. Helmut, der besagte junge Mann, den Fabian Busch im Film glänzend darstellt, hat einen guten Grund, warum er es auf Dauer mit keiner Frau aushält. Er trauert seiner großen Jugendliebe Britta (Susanne Bormann) nach, die ihn verlassen hat, als ihre Beziehung gerade erst begonnen hatte. Von Britta kommt er nie so recht los, mit den folgenden Freundinnen läßt er sich nie so recht ein. Bis er schließlich an Tina (Birgit Minichmayr) gerät, die sein Dilemma spürt und ihn zur Entscheidung zwingt. Handloegtens Film hat den schönen lakonischen Ton der Romanvorlage übernommen. Seine Inszenierung hält immer deutlich Abstand zum Melodram, was weniger zu den siebziger und mehr zu den achtziger Jahren paßt. »Liegen lernen«, die deutsche Version von »High Fidelity«, plädiert am Ende ziemlich nachdrücklich fürs Erwachsenwerden. Also dann: Jugend ade! Claus Wecker |