Samizdat
202620aug(aug 20)10:0024jan(jan 24)18:00SamizdatWorte der Freiheit in der Tschechoslowakei 1939–1989
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© Museumsstiftung Post und Telekommunikation / Foto: Salome Roessler Mit der Ausstellung macht das Museum für Kommunikation den Auftakt für das Kulturprogramm zum Ehrengast Tschechien bei der Frankfurter Buchmesse
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© Museumsstiftung Post und Telekommunikation / Foto: Salome Roessler
Mit der Ausstellung macht das Museum für Kommunikation den Auftakt für das Kulturprogramm zum Ehrengast Tschechien bei der Frankfurter Buchmesse 2026. Die Ausstellung beleuchtet die Geschichte des »Samizdat«, jener im Verborgenen entstandenen Literatur, die während der kommunistischen Diktatur in der Tschechoslowakei unter Umgehung staatlicher Zensur heimlich vervielfältigt und verbreitet wurde. Sie erzählt von Schriftstellern, Künstlerinnen und oppositionellen Gruppen, die mit ihren Publikationen das Recht auf freie Meinungsäußerung verteidigten. Zu den bekanntesten Vertretern der Bewegung gehörte der spätere tschechische Präsident Václav Havel.
Samisdat bedeutet wörtlich »Selbstverlag«. In einer Gesellschaft, in der der Staat Verlage, Medien und die Produktion von Papier und Vervielfältigungstechnik kontrollierte, wurde die private Herstellung und Weitergabe von Texten zu einer Form des Widerstands. Schreibmaschinen, Kohlepapier, improvisierte Druckverfahren und selbst hergestellte Vervielfältigungsgeräte wurden zu Werkzeugen einer unabhängigen Gegenöffentlichkeit. Die Ausstellung macht sichtbar, wie aus wenigen Exemplaren eines Textes ein weit verzweigtes Netzwerk des Austauschs entstehen konnte.
20. August 2026 bis 24. Januar 2027
Di., Do., 9–17 Uhr
Fr., Sa., So., 10–18 Uhr
Mi., 10–20 Uhr