Klassik? Pop? Ambient? Solche Kategorien sind dem 1982 geborenen Federico Albanese ziemlich fremd. Mit seinem Solo-Piano-Projekt macht der Wahlberliner seit einigen Jahren von sich reden: »The Houseboat And The Moon« nannte er sein Debüt: ein wundersames, mit elektronischen Klängen und vielen Streichern verziertes Werk, dessen Piano-Spuren auf einem Tonbandgerät aus dem Jahr 1969 aufgenommen wurden. Und weiter ging es, mit Musik, die er selbst als »apokalyptische Klassik« bezeichnet. Wer etwa Ludovico Einaudi, Nils Frahm, Eric Satie oder Brian Eno schätzt, der wird auch diesen Mann kennen und lieben.
Sicher wird Albanese an diesem Abend viel von seinem neuen Album »Blackbirds and the Sun of October« spielen, auf dem er seine Heimat, das Piemont, besingt. »Es ist ein Album über Heimkehr, vor allem aber über Herkunft und Erbe«, sagt der Musiker, der jetzt in der Brotfabrik gastiert. Nachdem er mehrere Jahre in Berlin gelebt hatte, kehrte Albanese mit seiner Familie im Herbst 2022 in seine Heimat zurück – in eine malerische Landschaft und mit der Empfindung, wie er sagt, »tief mit diesem Ort verbunden zu sein«.
Federico Albanese in der Brotfabrik Frankfurt