Im spanischen Kulturinstitut gibt es neue Filme aus Peru zu entdecken. Lateinamerikanische Filme finden ihren Weg mittlerweile nur schwer in die Arthouse-Kinos, es sei denn, sie tragen die Signatur berühmter Namen wie Pablo Larrain, Guillermo del Toro oder Alejandro Iňarritu. Hier nun ist im Februar der Mittwoch Kinotag.
In dem Dokumentarfilm „El Canto de las Mariposas“ stellt die Regisseurin Nuria Frigola den Uitoto –Künstler Rember Yahuarcani vor und begleitet ihn auf seiner Reise in das Amazonasgebiet, um die Geschichte seiner Familie zu erforschen. Die Uitoto wurden während des Kautschukbooms Anfang des 20. Jahrhunderts versklavt. Nuria Frigola hat für ihre Arbeit den Preis für den besten iberoamerikanischen Dokumentarfilm beim Festival im mexikanischen Guadalajara gewonnen. Sie wird bei der Vorführung anwesend sein. Mittwoch, 11.2. um 19 Uhr.
Eine Woche später, am 18.2. um 19 Uhr zeigt das Institut den hoch gelobten Spielfilm „Reinas“ von Klaudia Reynecke, der bereits 2024 auf der Berlinale und später beim Sundance Film Festival präsentiert worden war. Darin erzählt wird die Geschichte einer Familie in Lima im Jahr 1992, die nach den Verheerungen des Sendero Luminoso und der repressiven Regierung unter Fujimori keine Perspektive mehr in ihrer Heimat mehr sieht und in den USA auswandern möchte.
Der dritte Mittwoch ist den Aymara gewidmet, einer in den Hochanden Perus lebenden indianischen Gemeinschaft. „Wiňaypacha“ ist komplett in ihrer Sprache gedreht worden. Ein betagtes Paar, das in einem der abgeschiedenen Täler lebt, erwartet sehnsüchtig den Besuch des in Lima lebenden Sohnes. Auf Musik oder andere Effekte wurde im Film bewusst verzichtet, um der Großartigkeit der Anden den gebührenden Raum zu geben. Am 25.2. um 19 Uhr.
as / Foto: „El Canto de las Mariposas“, Nuria Frigola
Der Eintritt ist kostenlos.
https://frankfurt.cervantes.es/de/start.shtm
