Trisha Donnelly: Einzelausstellung im MMK Tower

Es gehört Mut dazu, eine Ausstellung komplett ohne erläuternden Wandtext zu entwerfen, an denen sich eine interessierte Zuschauerschaft orientieren könnte, aber auf diese stützenden Handläufe verzichtet das MMK gänzlich bei seiner Präsentation der Werke von Trisha Donnelly. Was passt, das passt: die 1974 in Los Angeles geborene Multi-Media-Künstlerin scheut allzu Offensichtliches, sie scheut die schnelle Enträstelung. Und übrigens auch ihre Selbstdarstellung. Und so ist man beim Betrachten ihrer massiven Steinskulpturen, ihrer ausladenden Kalkstein- und Marmorblöcke mit feinen Spurrillen und archaisch anmutenden, in die Oberfläche gefrästen Zeichenfolgen auf seine eigene Begriffswelt (und Phantasie) angewiesen. Was als wirklich gelungenes Konzept zu bezeichnen ist. Was hat es zu bedeuten, Blöcke bis auf schmale Stege auszuhöhlen, zum Beispiel? Immerhin, ein Begleitheft gibt es.

as / Foto: Trisha Donnelly, Untitled, 2019,
Sammlung Marguerite Steed Hoffman
© Trisha Donnelly
Bis 22. März: Di.–So., 11–18 Uhr; Mi., 11–20 Uhr
www.mmk.art

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert