Kaya & Blank machen nächtliche Fotografien, die Architekturen und Systeme zeigen, die den Planeten überziehen, gestalten, verbrauchen und selbst zu Landschaften der Infrastruktur werden.
basis e. V. präsentiert die erste umfassende Einzelausstellung des Duos. In ihren Fotografien, Videos und Installationen legen die in Los Angeles arbeitenden Künstler*innen die Infrastrukturen kapitalistischer Produktion und Lebensweise offen.
Pumpen, Pipelines und Raffinerien für Treibstoffe, Häfen, Containerschiffe und Highways für den Warenverkehr, endlose Monokulturen für Biosprit und Lebensmittel, Datenzentren und Funkmasten für digitale Kommunikation: Unsere Gesellschaften werden angetrieben von pausenlos arbeitenden Systemen. Systemen, die unsere Welt umspannen, gestalten und verbrauchen.
Die nächtlichen Fotografien und Videos von Isik Kaya und Thomas Georg Blank nehmen diese kritischen Architekturen neoliberaler Industrie in den Fokus. Dabei finden sie eine Bildsprache, die erzählerische Distanz erlaubt. In unheimlicher Gleichzeitigkeit zeigen sie Prozesse, die unsere industrielle Welt am Laufen halten und zerstören.
Sie setzen sich in ihren Werken mit den Ressourcen und deren Ausbeutung auseinander und entwickeln eigene fotografische Verfahren, um ihre Motive teils auf Bitumen, Meersalzen und lebenden Algenkulturen zu belichten.
Die Ausstellung umfasst fünf Werkserien, eine sechste Werkreihe, »Second Nature« wird im April 2026 in Kooperation mit der Sezession Darmstadt auf dem Gelände des Künstlerhauses Ziegelhütte zu sehen sein und von einem Künstler*innengespräch in der Kunsthalle Darmstadt ergänzt.
Dunkle Aussichten – »Kaya & Blank« mit Infrascapes im basis e.V.