50 Jahre Filmforum Höchst: Die Jubiläumsfilmreihe geht in den Endspurt

Im Jubiläumsjahr feiert das Filmforum Höchst im November mit weiteren sieben Filmklassikern seine Geschichte und begibt sich auf eine cineastische Zeitreise.
Den Auftakt macht am Fr., 6. Nov., um 20.30 Uhr Werner Herzogs bildgewaltiges Abenteuer »Fitzcarraldo« (1982). Klaus Kinski verkörpert darin einen exzentrischen Opernliebhaber, der im Amazonasgebiet ein Opernhaus errichten will und dafür wahnwitzig ein Schiff über einen Berg transportieren lässt. Ein Film über Besessenheit, Größenwahn und die Erfüllung scheinbar unmöglicher Träume.
Am Sa., 7. Nov., um 18.30 Uhr steht Sergei Eisensteins Stummfilmklassiker »Panzerkreuzer Potemkin« (1925) auf dem Programm, untermalt von Musik der Pet Shop Boys. Mit seiner revolutionären Montagetechnik und eindringlichen Bildsprache erzählt der Film vom Matrosenaufstand des Jahres 1905 und gilt bis heute als Meilenstein der Filmgeschichte.
Am So., 8. Nov., um 20.30 Uhr folgt im Rahmen von »Frankfurt schaut einen Film« Alexander Kluges »Gelegenheitsarbeit einer Sklavin« (1973). Der Film erzählt von Roswitha Bronski, die im Frankfurt der siebziger Jahre zwischen Familienalltag und unbezahlter Sorgearbeit ihren eigenen Weg sucht und Schwangerschaftsabbrüche durchführt. Ein gesellschaftskritisches Werk über weibliche Selbstbestimmung und die bittere Lebensrealität von Frauen.
Oliver Stones »The Doors« (1991) ist am Mo., 9. Nov., um 20.30 Uhr zu sehen. Val Kilmer personifiziert darin den charismatischen Sänger Jim Morrison. Zwischen psychedelischer Musik, künstlerischer Ekstase, Ruhm und persönlichen Abgründen zeichnet der Film ein intensives Porträt der legendären Rockband.
Mit Fritz Langs ersten Tonfilm »M – Eine Stadt sucht einen Mörder« (1931) folgt am Sa. 14. Nov., um 18 Uhr ein Klassiker des psychologischen Thrillers. Die Suche nach einem Kindermörder versetzt eine ganze Stadt in Angst und Schrecken.
Francis Ford Coppolas »Apocalypse Now – Final Cut« (1979) führt am So., 15. Nov., um 20.30 Uhr in die Abgründe des Vietnamkriegs. Die hypnotisch albtraumhafte Reise von Captain Willard ins Herz der Finsternis ist ein bildgewaltiges Antikriegsdrama.
Den krönenden Abschluss der Jubiläumsfilmreihe bildet am Sa., 21. Nov., um 20.30 Uhr Wim Wenders’ »Alice in den Städten« (1974). Der Film erzählt von einem deutschen Journalisten, der nach einer enttäuschenden Reise durch die USA gemeinsam mit einem kleinen Mädchen durch Deutschland reist, um dessen Großmutter zu finden. Aus der ungewöhnlichen Begegnung entwickelt sich eine berührende Geschichte über Verantwortung, Nähe und die Suche nach der eigenen Identität. Zugleich schließt sich damit der Kreis: Mit diesem Film begann vor genau 50 Jahren die Geschichte des Filmforums Höchst als Kommunales Kino.

www.filmforum-hoechst.com

 

Foto: »M –Eine Stadt sucht einen Mörder«, © Deutsche Kinemathek

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert