Raus aus der Wartburg ins Rampenlicht – Junges Staatsmusical Wiesbaden: »Fack ju Göhte« kriegt eine größere Bühne

Immer wieder ausverkauft. Und jedes Mal Standing Ovations von Alt und Jung. So etwas bleibt auch in Wiesbaden nicht ohne Folgen. Nach genau 25 umjubelten Vorstellungen in der Wartburg wechselt im neuen Jahr die aus dem Kultfilm »Fack ju Göhte« entstandene gleichnamige Musicalproduktion in das weit größere Kleine Haus des Hessischen Staatstheaters. Statt 160 werden künftig 280 Leute die von Iris Limbarth mit fetzigen Rhythmen, mitreißenden Choreografien und frisch-frechen Dialogen in Szene gesetzte wundersame Wandlung des Kleinkriminellen Zeki Müller zum Lieblingslehrer einer Problemklasse erleben können. Und nicht nur das: Verblüffend ist vor allem, wie die aufgedreht agierenden Akteure des Jungen Staatsmusicals mit Songs, Tanz und Live-Spiel der doch etwas arg konstruierten Geschichte eine Tiefe verleihen, die der gar zur Serie ausgebaute Film weder im Kino noch auf dem Home-Screen zu erreichen vermag. Für die Wiesbadener Regisseurin ist die Inszenierung gleichsam eine Krönung ihres 25. Dienstjahres am Hessischen Staatstheater. Für das Publikum bleibt sie – trotz der Skepsis unseres Musicalkritikers (Strandgut 11/2024) – ein Geschenk.

Winnie Geipert / Foto: © Peter Emig
Termine: 21. Februar, 28. Februar 19.30 Uhr
www.staatstheater-wiesbaden.de

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