Mit seiner Reihe »AfterworKULTUR« will Spartenleiter Raffaele Irace das Publikum im Gallus Theater mit etwas anderen Formaten ganz nahe heranbringen an den Tanz. Bei der nächsten Auflage am 12. Mai sind dabei besonders Jazzliebhaber gefragt. Denn die Choreographie, die an dem Abend (ab 18.30 Uhr) im Mittelpunkt steht, »Between Notes«, verbindet einige der bekanntesten Stücke des amerikanischen Trompeters und Bandleaders Miles Davis mit den Bewegungen von Luches Huddleston Jr. und seiner Lil’Luke Dance Company. »Wir kennen uns aus meiner Zeit in Braunschweig«, erklärt der in Frankfurt lebende Italiener Irace mit Blick auf den in Mannheim ansässigen und am dortigen Nationaltheater engagierten Kollegen. Der gebürtige Amerikaner war mit seinem Ensemble vor drei Jahren schon mal zu Besuch am Main gewesen. Diesmal jedoch gibt es einen ganz besonderen Anlass: Der 1926 geborene und 1991 gestorbene Davis würde am 26. Mai seinen 100. Geburtstag feiern. Huddleston widmete dem legendären Künstler schon früher eine Hommage. Die 45 Minuten lange Vorstellung soll an eine Jam Session erinnern und die Bedeutung des Protagonisten für die Musik hervorheben. Die vielfältige, wegweisende und für seine Zeit revolutionäre Klangwelt des Ausnahmekönners inspiriert die Tanzenden zu zyklischen, aber auch offenen Formen. Als »emotional und gefühlvoll« beschreibt Irace den Stil Huddlestons. Nach der 45 Minuten langen Vorstellung können sich die Zuschauer bei einem Gespräch noch mit den Gästen über ihre Eindrücke austauschen.
Tanz trifft Miles Davis – »Between Notes« im Gallus Theater