tanzmainz tanzt Sharon Eyals neue Choreografie »Promise«

Nach »Plafona Now« und dem auch international höchst erfolgreichen Tanzstück »Soul Chain« ist »Promise« Sharon Eyals dritte Uraufführung mit tanzmainz und die konsequente Weiterentwicklung ihres virtuosen Könnens. Mehr als sechs Wochen lang hat die in Jerusalem geborene Choreografin mit diesmal sieben Tänzerinnen und Tänzern des Hausensembles (Amber Pansters, Maasa Sakano, Marija Slavec, Zachary Chant, Finn Lakeberg, Cornelius Mickel, Matti Tauru) in einem äußerst intensiven Prozess zusammengearbeitet. Dabei hat sie das komplexe Ineinandergreifen von Disziplin und Hingabe, dieser magischen Formel des Tanzes, auf die Spitze getrieben.
»Promise« bringt eine Gruppe von Menschen auf die Bühne, die unabwendbar miteinander verbunden, manchmal sogar ein einziger Körper sind. Sie muten einander ausgeliefert, wie Gestalten in einer Schattenwelt an. Enge und Liebe, Nähe und Sehnsucht, Ekstase und Einsamkeit, alles scheint zu verschwimmen und ist doch in kostbaren kurzen Augenblicken klar und deutlich erkennbar.
Sharon Eyal ist als Choreografin weltweit gefragt und für viele ist ihre unverkennbare Handschrift geradezu ikonisch. Vom Ensemble verlangt sie tänzerisch Außerordentliches, kombiniert Ballettanklänge mit elektronischer Musik von Ori Lichtik. Mit dem zu den Gründungsvätern der israelischen Technoszene zählenden DJs und Musikers sowie ihrem künstlerischen Berater Gai Behar arbeitet Eyal seit vielen Jahren eng zusammen.
Das neue Werk ist das Ergebnis einer permanenten Reduktion aller Mittel. Mehr noch als ihre vorherigen Stücke ist »Promise« wie ein Traum, nahezu unwirkliche Bilder verschwinden so schnell, wie sie gekommen sind, nicht ohne sich in das Gehirn der Betrachter eingebrannt zu haben. Knapp 50 Minuten als Kondensat der Ewigkeit.

gt (© Andreas Etter)

Termine: 28. November, 18 Uhr, sowie fünf weitere Termine im Dezember
www.staatstheater-mainz.de

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