»Nachtträume« beschert der spanische Choreograf Marcos Morau dem Publikum des Hessischen Staatsballetts zu Beginn der neuen Spielzeit. Die Choreografie, die der 44-Jährige ursprünglich 2022 für das Ballett Zürich kreierte und jetzt mit dem hiesigen Ensemble neu einstudierte, nimmt die Zuschauenden mit auf eine aufwühlende Reise durch eine verstörend schöne Fantasiewelt voller Abgründe und Hoffnungen. In einem Labyrinth aus runden Tischen, Stühlen, roten Sonnenbällen und sich verschlingenden Körpern kommt es zu Begegnungen mit kopflosen Wesen in Anzügen, denen leuchtende Kugeln auf die Hälse gesetzt werden. Das Werk basiert auf dem Antikriegsstück »Der grüne Tisch« des deutschen Tanzschöpfers Kurt Jooss von 1932 und verwebt dieses mit Zitaten aus Maurice Béjarts »Boléro« oder Igor Strawinskys »Le sacre du printemps«. Zu sehen ist die Premiere am 12. September im Großen Haus des Darmstädter Staatstheaters. Ab 6. November dient das Pendant in Wiesbaden als Bühne für die grellen, aktuellen Bilder.
Das Hessische Staatsballett präsentiert »Nachtträume«