Der Theaterfrühling bringt Schauspiel und Ballett vom Feinsten nach Ludwigshafen

Auf die Festspiele (im Herbst und Winter) folgt im Ludwigshafener Pfalzbau seit jeher der Theaterfrühling – und setzt, begleitet von sehenswerten eigenen und regionalen Produktionen und Lesungen ein hochkarätiges Gastspielprogramm über alle großen Sparten fort, um das viele andere diese Stadt am Rhein beneiden beneiden. Natürlich grundiert das Engagement des örtlichen Großkonzerns diese Fülle und Klasse, allerdings gehört dazu auch ein Theatermacher wie Tilman Gersch, den manche noch aus der Ära Beilharz vom Wiesbadener Staatstheater kennen dürften. Der Pfalzbau-Intendant schafft es Mal um Mal, namhafte Partner zu engagieren. So gastiert gleich zum Auftakt des Frühling-Programms am 15./16. März mit dem Balé da Cidade de Sao Paulo eine der Topformationen Südamerikas mit Choreografien von Cayetano Soto (»Adastras«), Clébio Oliviera (»Transe«) und Henrique Rodovalho (»Isso da um Baile«) sind angesagt, die leiden letzteren sind Deutschlandpremieren.. Zwei Vorstellungen bietet auch das Berliner RamabaZamba Theater mit Dale Wassermanns gefeierter Bühnen-Adaption des Jack-Nicholson-Films »Einer flog über das Kuckucksnest«. Weil es durchgängig geboten ist, sich zeitig mit Karten einzudecken, sei hier vor allem auf die Brenner der nächsten Monate hingewiesen. Anne Lenks Inszenierung von Molieres »Der Menschenfeind« vom Deutschen Theater (5./6. April) mit Ulrich Matthes in der Rolle des Alceste, Gerhard Polt mit seinem Programm »A Scheene Leich« aus den Münchner Kammerspielen und – wer es verpasst hat in Wiesbaden – das phänomenale Tanzstück »Navy Blue« der irischen Kult-Choreografin Oona Doherty mit nur einem Termin: am 27. April. Merce Cunningham, die Compagnie Par Terre, die Gotebor Operans Danskompani und die spanische Compagnie Yllana setzen die weiteren Ausrufezeichen bis zum Sommer im Tanz. Und mit Theater vom Besten schlägt das Schauspiel Bochum auf: Maxim Gorkis »Kinder der Sonne« in der Regie von Mateja Koleznik in Großbesetzung.

gt / »Navy Blue« von Oona Doherty, © D. Matvejevas
www.theater-im-pfalzbau.de

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