»Leben an den Rändern« – Der World Press Foto-Preisträger Florian Bachmeier im Haus am Dom

»Ich möchte Geschichten erzählen, die oft übersehen werden. Die Aufmerksamkeit der Betrachtenden möchte ich auf jene Menschen richten, die unter Ungerechtigkeit, Krieg und Umweltzerstörung leiden. Ihnen gilt mein Respekt, denn trotz widriger Umstände führen sie ein Leben in Würde und oft auch in Solidarität. Ich würde mir wünschen, dass das Publikum beim Betrachten meiner Fotografien Empathie für diese Menschen entwickelt und vielleicht auch ein gewisses Verantwortungsgefühl.«
Der, der das schreibt, ist der Preisträger des World Press Photo Award vom Jahr 2025, Florian Bachmeier. Das Haus am Dom richtet ihm jetzt eine Ausstellung ein, die unter dem Titel »Leben an den Rändern« seine weltumspannenden Fotos präsentiert. Unterwegs oft in Krisengebieten, aber mehr noch in Regionen, die vom Klimawandel, von Armut, von staatlicher Vernachlässigung und Profitgier betroffen sind, Porträts von Menschen aus zehn Ländern – von Afghanistan bis Venezuela, Flüchtlinge, die alles riskiert und alles verloren haben. Ihm ist es ein Anliegen, auf die jeweiligen Lebensbedingungen aufmerksam zu machen, Ungerechtigkeiten herauszustellen, aber auch, zu zeigen, wie sich solidarische Gemeinschaften bilden, um sich gegenseitig zu unterstützen.
Entstanden sind dabei Porträts von großer Nähe und Intimität, scheinbare Momentaufnahmen, die ihre künstlerische Intensität und ihre stille Schönheit dem engen Kontakt verdanken, den Bachmaier mit seinen Protagonisten pflegt.

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Foto: Mohammed Ashfaq, Šid, Serbien, 2017, © Florian Bachmeier
Mohammed Ashfaq ist 19 Jahre alt und kommt aus Pakistan. Schon 23-mal hat er versucht, vom Flüchtlingslager Šid in Serbien nach Kroatien und damit in die Europäische Union zu gelangen. Die Grenzpolizisten haben ihn misshandelt und ihm alles abgenommen, sogar das überlebenswichtige Mobiltelefon.
20. August bis 24. September: Mo.–Fr., 9–17 Uhr, Sa., So., 11–17 Uhr
www.hausamdom-frankfurt.de

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