Stalburg Theater bringt »Stammgäste« in die Kneipe

Warum eigentlich nicht, es sind ja nicht mehr als zehn Meter, und mitten im Leben ist man hier auch: Das Stalburg Theater Michael Herls macht die benachbarte Gaststätte »Zur Stalburg« zur Bühne. Was freilich handfeste Gründe hat. Denn das neue Stück des Prinzipals »Stammgäste« handelt von nichts anderem als einer Begegnung in einer echten Apfelweingaststätte. Eine solche eben, wie die renommierte alte Stalburg eine ist, vielleicht sogar, die Wege der Musen sind unergründbar, von dieser inspiriert.
Unter der Regie von Rainer Ewerrien präsentiert das Theater seine »kleine theatrale Frankfurtensie« (O-Ton) mit Isabel Berghout und Ulrike Kinbach – und außerdem mit Michael Herl (!), der sich ins eigene Stück selbst reingeschrieben hat. Die Rolle sei so klein und unbedeutend, dass man sie keinem professionellen Schauspieler zumuten möchte, beschwichtigt Herl in mutmaßlich falscher Bescheidenheit. Erzählt wird übrigens die Begegnung einer Schoppenpetzerin mit einer Frau, die selbiges bei Solei und Handkäs mit Musik auch zwangsläufig wird.
Noch etwas Ungewöhnliches: Das Stück geht nachmittags über die Bühne, schließlich würde es abends bei gewohnt vollem Betrieb eher stören.

gt

Termine: 28., 29. Dezember jeweils 12 Uhr und 15 Uhr,
weitere Termine bald im Internet
www.stalburg.de

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